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Kritik zum Weihnachtsoratorim in Iserlohn  aus derWesten


Voller Freude in die weitere Adventszeit
07.12.2011 
Iserlohn. Minutenlang bejubelte am Sonntagabend in der Johanneskirche das in Scharen herbei geströmte Publikum den Märkischen Motettenkreis unter Dr. Wolfgang Besler, die Gesangssolisten und die Musiker der Sächsischen Staatskapelle Dresden am Ende einer überaus gelungenen Aufführung der Teile I-III von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium. Dabei applaudierte es sicherlich auch für diese einzigartige, zeitlose Verkündigung aus Bachs Feder, dem begnadeten Komponisten, der nicht nur Musiker, sondern auch Theologe war.

 Dr. Wolfgang Besler führte den Motettenkreis und die Dresdner Instrumentalisten durch Bachs Weihnachtsoratorium. Foto: Wronski


Die Aufforderung „Jauchzet, frohlocket!“ des ersten, so fröhlich angestimmten Chores kam aus vollem Herzen, und schon waren die Zuhörenden ganz und gar hineingenommen in die wunderbare Klangwelt des Oratoriums. Doch nicht nur hier oder in den anderen großen Chören bewies der Motettenkreis unter seiner bewährten Leitung seine hohen interpretatorischen Möglichkeiten. Höchst sensibel entfalteten sich die Stimmen besonders in den das Geschehen deutenden Chorälen – mal als zarte innere Reflexion: „Schaut hin, dort liegt im finstern Stall“, mal als mächtiger Ruf: „Brich an, du schönes Morgenlicht“ oder auch als fast dramatisch anmutendes Bekenntnis: „Seid froh dieweil. . .“
Das den Iserlohnern inzwischen wohlvertraute Orchester aus Dresden überzeugte einmal mehr mit seiner Zuverlässigkeit und Feinfühligkeit, nicht nur in seiner Begleitfunktion. Der unverkennbare Stil wurde im Musizieren der Hirtensinfonie besonders deutlich. So rückten Himmel und Erde, Engelschor und Hirtenvolk schon von Beginn an in große Nähe zueinander, waren doch die Übergänge zwischen Flöten und Englischhörnern so fließend, dass der Klang­kontrast fast zu vernachlässigen war. Bei den Gesangssolisten war für die erkrankte Anne Katrin Rosenstock kurzfristig die Sopranistin Cosima Seitz eingesprungen. Die wichtige Rolle des Evangelisten hatte erneut Marcus Ullmann übernommen, der mit seinem lyrischen Tenor in gewohnt ansprechender, lebendiger Deklamation die Geschichte um das Wunder der Menschwerdung vortrug. Hinzu trat der stimmgewaltige Jörg Sabrowski, der mit seinem markanten Bass die Arie „Großer Herr“ - gemeinsam mit Peter Lohse an der Trompete - überzeugend darbot, aber später im Duett „Herr, dein Mitleid“ der Sopranistin durch seine stimmliche Dominanz und gewisse Steife kaum eine Chance gab, mit ihrer lieblichen, doch eher zarten Stimme eine wirkliche Partnerin zu sein.
Ein herausragender Zugewinn war gewiss die Altistin Bettina Ranch, die - ebenso wie die Sopranistin und der Tenor - mit starker Ausstrahlung sofort eine große Nähe zum Publikum hatte und in allen ihren Partien mit ihrer frischen Stimme Zauberhaftes von sich gab! Ein Höhepunkt der Aufführung war dadurch ohne Zweifel die Arie „Schließe, mein Herze, dies selige Wunder, fest in deinem Glauben ein!“, in der sie mit dem Konzertmeister der Dresdener, Thomas Meining, betörende musikalische Zwiesprache hielt. Spürbar voller Freude gingen sowohl die Musizierenden als auch die Zuhörenden nach dem Konzert in die weitere Adventszeit, dankbar und erfüllt von der bewegenden musikalischen Botschaft: „Seid froh dieweil!“

Rahel Schöttler

Foto von der Aufführung in der Propsteikirche in Werl v. 5. Dez. im Werler Anzeiger

Johanneskirche Iserlohn, Nußberg, Berliner Platz 10

 

Weihnachtsoratorium zum 30jährigen Jubiläum des Märkischen Motettenkreises

 

Pressemitteilung

 

Zwei besondere Ereignisse prägen das 30. Jubiläumsjahr des Bestehens des Märkischen Motetttenkreises Iserlohn. Zum einen war dies das Konzert des Chores am 11. September 2011 in der Frauenkirche Dresden. Zum anderen ist dies das Weihnachtsoratorium Teil 1-3 von J. S. Bach am kommenden Sonntag, 4. Dezember 2011, 17.00 Uhr, in der Johanneskirche Iserlohn, Nußberg, Berliner Platz 10. Die Chormitglieder hoffen, gerade zu diesem besonderen Jubiläum mit Anne Katrin Rosenstock, Sopran, Bettina Ranch, Alt, Marcus Ullmann, Tenor, Jörg Sabrowski, Bass und Mitgliedern der Staatskapelle Dresden in einer gut besuchten Kirche musizieren zu können.

Lang ist die Liste der in den 30 Jahren erarbeiteten Literatur. Eine Aufzählung würde den Rahmen einer Pressemitteilung sprengen. Bei Interesse wird ein Blick auf die Homepage des Chores www.maerkischer-motettenkreis.de empfohlen.

Eintrittskarten für das Konzert am 4. Dezember 2011 sind noch in den Vorverkaufsstellen Stadtinformation Iserlohn, Bahnhofsplatz 2, Tel. 02371/217-1819/20, ALPHA-Buchhandlung, Iserlohn, Vinckestr. 9-13, Tel. 02371/29397 und Buchhandlung „die kleine“, Iserlohn-Letmathe, Hagener Str. 29, Tel. 02374/10109 erhältlich. Die Konzertkasse ist am Sonntag ab 16.00 Uhr geöffnet.

Wer am Sonntag verhindert ist, kann tags zuvor, am Samstag, 3. Dezember 2011, 19.30 Uhr, das Weihnachtsoratorium in derselben Besetzung in der Propsteikirche Werl hören. Eintrittskarten gibt es in der Buchhandlung an der Basilika, Tel. 02922/4012, in der Buchhandlung Stein, Tel. 02922/958900, in der Propstei Werl, Tel. 02922/2233 und ab 18.30 Uhr an der Konzertkasse

 

J. S. Bach, Weihnachtsoratorium Teil 1-3

 

Pressemitteilung

 

Ab sofort hat der Vorverkauf für die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach Teil 1-3 am Sonntag, 4. Dezember 2011, 17.00 Uhr, in der Johanneskirche Iserlohn, Nußberg, Berliner Platz 10, in den Vorverkaufsstellen Stadtinformation Iserlohn, Bahnhofsplatz 2, Tel. 02371/217-181920, in der ALPHA-Buchhandlung, Iserlohn, Vinckestr. 9-13, Tel. 02371/29397 und in der Buchhandlung „die kleine“, Iserlohn-Letmathe, Hagener Str. 29, Tel. 02374/10109 begonnen.

Die Ausführenden des Weihnachtsoratoriums sind Anne Katrin Rosenstock, Sopran, Bettina Ranch, Alt, Marcus Ullmann, Tenor, Jörg Sabrowski, Bass, Mit-glieder der Staatskapelle Dresden und der Märkische Motettenkreis Iserlohn „Collegium Cantorum“. Die Gesamtleitung hat Dr. Wolfgang Besler.

Wegen der besonderen Beliebtheit der Teile 1-3 empfiehlt es sich, sich die Karten bei einem guten Preisnachlass im Vorverkauf zu sichern.

 Hinzuweisen ist darauf, dass das Weihnachtsoratorium in derselben Besetzung am Tag zuvor am Samstag, 3. Dezember 2011, 19.30 Uhr, in der Propsteikirche Werl aufgeführt wird. Eintrittskarten für dieses Konzert sind im Vorverkauf unter Tel. 02922/2233 (Propstei Werl) und bei den Chormitgliedern erhältlich. 

Wenn am Sonntag, 4. Dezember 2011, 17.00 Uhr, das Weihnachtsoratorium Teil 1-3 erklingen wird, dann singt die aus Iserlohn stammende Sopranistin Anne Katrin Rosenstock nach 2007 zum zweiten Mal in der Johanneskirche Iserlohn, Nußberg, Berliner Platz 10. Anne Katrin Rosenstock absolvierte zunächst ein Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Romanistik an der Universität Hamburg. Von 1994-2001 war sie Gesangsstudentin an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, welches sie mit dem Konzert- und Musiktheater-Diplom abschloss. Parallel besuchte die Sopranistin Meisterkurse bei Ulrich Eisenlohr, Ruth Ziesak, Hans Hotter, Julia Varady, Charlotte Lehmann und war aktive Teilnehmerin der Liedklasse von Prof. Wolfram Rieger. Neben Auftritten als Solistin in Oratorien und Kantaten gibt Anne Katrin Rosenstock auch Liederabende und trat als freie Mitarbeiterin in Konzertchören und Vokalensembles im In- und Ausland auf (u.a. Collegium Vocale Gent unter Philipp Herreweghe). Seit Dezember 2001 gehört die Sängerin zum Opernchor des Aalto-Theaters Essen, wo sie auch Brautjungfer („Der Freischütz“), Taumännchen („Hänsel und Gretel“), 1. Waise („Der Rosenkavalier“) und als Prinzessin Schlafittchen („Das Traumfresserchen“) zu erleben war.
 

 

 

Mit der Altistin Bettina Ranch, die zum ersten Mal in Iserlohn weilen und zusammen mit dem Märkischen Motettenkreis musizieren wird, ist es gelungen, eine Sängerin von hoher Qualität zu gewinnen. 

Bettina Ranch studierte zunächst Violine, bevor sie zum Gesang wechselte. Nach ersten Engagements bei professionellen Vokalensembles übernahm Bettina Ranch zahlreiche solistische Konzertverpflichtungen, u.a. unter der Leitung von Helmuth Rilling, Rolf Beckm Erwin Ortner, Rupert Huber, Marcus Creed, Olari Elts und Morton Schuldt-Jensen. Sie arbeitet zusammen mit Orchestern wie u.a. Akademie für Alte Musik Berlin, Bamberger Symphoniker, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Melbourne Symphony Orchestra, Orchestre La Monnaie Brüssel, Orquestra RTVE, Orchestra Sinfonica La Verdi, Concerto Köln, Le Concert Lorraine, Bach-Collegium Stuttgart, Deutsches Kammerorchester Berlin, Schleswig-Holstein-Festivalorchester und Hannoversche Hofkapelle. 

2007 debütierte sie am Grand Theatre Luxembourg und an der Berliner Staatsoper mit einer Produktion der Oper MEDEA von Pascal Dusapin in einer Inszenierung von Sasha Waltz. 2009 war sie beim Holland Festival Amsterdam, beim International Arts Festival Melbourne, an der Opera de Lille sowie innerhalb der Bachwoche Ansbach engagiert. Zudem erfolgten CD-Aufnahmen für NAXOS mit geistlicher Musik von Franz Schubert (u.a. Messe As-Dur) mit dem Leipziger Kammerorchester unter der Leitung von Morten Schuldt-Jensen.

2010 folgten Gastspiele an der Oper Brüssel sowie die erneute Zusammenarbeit mit Helmuth Rilling in Madrid und Mailand.

Im Oktober 2010 sang sie die Partie der Lucilla in der Oper Berenice und Lucilla von Christoph Graupner in Darmstadt.

2011 wird Bettina Ranch die Titelpartien in Händels Ariodante (Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg, Regie: Kobie van Rensburg) sowie in Giulio Cesare (Staatstheater Kassel, Regie: Dominique Metha) singen und an der Hamburger Staatsoper als 3. Dame Alcina in Mozarts Zauberflöte zu hören sein.

2012-2014 ist die Altistin Bettina Ranch als Bradamante in Händels Alcina im Rahmen der Händelfestspiele an das Opernhaus Halle, als Flosshilde in Wagners Rheingold und Götterdämmerung an die Nederlandse Opera Amsterdam und als Schwertleite in der Walküre erneut an die Staatsoper Hamburg engagiert. 

 

 

Im Mittelpunkt der Oratorien und Passionen von J. S. Bach steht stets der Evangelist. So auch beim Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, Teil 1-3, das am Sonntag, 4. Dezember 2011, 17.00 Uhr, in der Johanneskirche Iserlohn, Nußberg, Berliner Platz 10, aufgeführt wird. Der Tenor Marcus Ullmann, der auch vielfach mit Peter Schreier verglichen wird, wird als Erzähler der Weihnachtsgeschichte am meisten zum sängerischen Einsatz kommen. Darüber hinaus wird er noch die schwierige und virtuose Arie „Frohe Hirten“ singen.

Der lyrische Tenor Marcus Ullmann wurde in Olbernhau in der Nähe von Dresden geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er im Dresdner Kreuzchor. Er studierte an der Musikhochschule Dresden bei Hartmut Zabel und Margret Trappe-Weil, später in Berlin bei Dietrich Fischer-Dieskau und in Karlsruhe bei Marga Schiml.

Nach seinem Studium, das er in den Bereichen Lied, Konzert und Oper mit Auszeichnung abschloss, führten ihn schon bald Engagements an das Staatstheater Mainz und die Semperoper Dresden. Es folgten Gastspiele am Teatro la Fenice, dem Teatro dell’opera di Roma, am Teatro Communale Firenze und der Los Angeles Opera. Zuletzt war er in Boston im Rahmen des Early Music Festivals als Nero in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ zu hören.

Konzerte führten ihn in alle wichtigen Musikzentren Europas, nach Nord- und Südamerika, sowie nach Japan, wo er unter anderem mit den Dirigenten Frieder Bernius, Ivor Bolton, Riccardo Chailly, Marcus Creed, Enoch zu Guttenberg, Kent Nagano, Hans-Christoph Rademann, Helmuth Rilling und Peter Schreier sang. Häufig ist er ebenfalls beim Dresdner Kreuzchor, dem Windsbacher Knabenchor und dem Thomanerchor Leipzig zu Gast.

Marcus Ullmann gab Liederabende bei vielen verschiedenen Kammermusikfestivals, so in Moritzburg und im finnischen Kuhmo, wie auch im Rahmen des West Cork Chamber Music Festivals, der Schubertiade Schwarzenberg und des Europäischen Musikfestes Stuttgart. Mit namhaften Pianisten musizierte er ebenfalls in der Wigmore Hall London, im Concertgebouw Amsterdam, im Opernhaus Kairo und in der Musashino Shimin Kaikan Hall Tokyo. Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet ihn derzeit vor allem mit Camillo Radicke, Alexander Schmalcz und Martin Stadtfeld.

Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehmitschnitte, sowie eine umfangreiche Discographie belegen seine Vielseitigkeit. In letzter Zeit erschienen Bachs „Johannes-Passion“ mit dem Thomanerchor, solistisch besetzte Bach-Kantaten mit „Il Gardellino“ und „Adelaide“ auf Martin Stadtfelds CD „Der junge Beethoven“. Demnächst ist Marcus Ullmann auf der „Wiegenlieder“ CD vom Carus Verlag und einer Aufnahme von Brahms-Quartetten mit Helmut Deutsch am Klavier zu hören.

Mit dem Märkischen Motettenkreis Iserlohn unter der Leitung von Dr. Wolfgang Besler hat Marcus Ullmann bei den Aufführungen des ELIAS (2000) und PAULUS (2003) von F. Mendelssohn-Bartholdy sowie von J. S. Bach, Matthäus-Passion (2005), Weihnachtsoratorium Teil 1-3 (2007) und Teil 4-6 (2010) zusammengearbeitet.

 

Der Bass-Bariton Jörg Sabrowski wurde in Kiel geboren und wuchs in Concepcion/Chile auf. Nach seinem Abitur in Kiel begann er ein Gesangs- und Schulmusikstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei den Professoren Hans Kagel, Tom Krause und James Wagner, welches er mit Auszeichnung beendete. Weitere künstlerische Impulse auf dem Gebiet der italienischen Musikliteratur ergab die Zusammenarbeit mit Prof. Cecilia Fusco (Triest) und Carol Byers (Wien). Seit der Spielzeit 1994//1995 ist er festes Ensemblemitglied an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel.

Jörg Sabrowski gewann mehrere Wettbewerbe, u.a. den Gesangswettbewerb der „Elise-Mey-Stiftung“ und war Gast beim Schleswig-Holstein Musikfestival, wo er u.a. L. Bernsteins Songfest unter der Leitung von David Shallon sang. Neben zahlreichen Engagements an nationalen Opernbühnen führten ihn internationale Engagements u.a. an die Oper Graz („Dulcamara“, Liebestrank) und nach Santiago de Chile („Figaro“, Die Hochzeit des Figaro). 2009 sang er die Titelpartie der Oper „Lazarus“ von Cristobald Halffter unter der Leitung des Komponisten bei den Erstaufführungen in Spanien (Valencia) und Griechenland (Athen). 2010 gastierte er an der Staatsoper Oslo in Richard Strauß’ „Die schweigsame Frau“ unter der Leitung von Kent Nagano.

Neben Anne Katrin Rosenstock, Bettina Ranch und  Marcus Ullmann singt,Jörg Sabrowski, Bass und der Märkische Motettenkreis Iserlohn „Collegium Cantorum“. Als Orchester konnten wieder Mitglieder der Staatskapelle Dresden gewonnen werden.

Eintrittskarten zu ermäßigten Preisen sind in der Stadtinformation Iserlohn, Bahnhofsplatz 2, Tel. 02371/217-1819/20, in der ALPHA-Buchhandlung, Iserlohn, Vinckestr. 9-13, Tel. 02371/29397 und in der Buchhandlung „die kleine“, Iserlohn-Letmathe, Hagener Str. 29, Tel. 02374/10109 erhältlich.